21.09.2017 -
Pressemitteilung vom 20.09.2017 zum Aus der Windräder in Lorch

Stopp der Lorcher Windkraftpläne - Wie glaubwürdig sind Windkraftprojektierer?

Die Rücknahme des Antrags der EnBW zu den Windkraftplänen in Lorch wirft neue Fragen auf. In der Begründung zur Rücknahme heißt es, dass die gemessene Windkraftstärke in Lorch nicht ausreichen würde, um die Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Dies hätten Messungen von Januar 2016 bis Januar 2017 ergeben, die von ursprünglich angenommenen 6,6 m/sec. auf 5,5 m/sec. gefallen seien, und dies trotz einer erhöhter Nabenhöhe. „Die Windgeschwindigkeit sei jedoch der zentrale Faktor für die Wirtschaftlichkeit.“

Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt, warum seit dieser Erkenntnis Anfang 2017  der Betreiber seine Pläne nicht sofort zurückgezogen und den Bürgermeister der Stadt Lorch informiert hat. Stattdessen wurden in den darauffolgenden acht Monaten weitere Gutachten in Auftrag gegeben, Presseerklärungen der Stadt Lorch abgegeben, Behörden durch Eingaben blockiert, und interessierte Bürger im Dunkeln gelassen.

Gehört dies zur allgemeinen Geschäftspolitik von Windkraftprojektierern wie der EnBW: angeforderte Gutachten zu schönen und tatsächliche Messergebnisse unter Verschluss zu halten?

Müssen wir nicht auch annehmen, dass diese Methode der Verschleierung für die Angaben des Windkraftprojektierers in Stephanshausen ebenfalls gilt?

Der Verein Pro Kulturlandschaft Rheingau fordert deshalb die sofortige Offenlegung aller vorhandenen Unterlagen, die sowohl bei Abo Wind als auch im Geisenheimer Rathaus unter Verschluss gehalten werden!

Wie lange sollen die Rheingauer Bürger über die wahre Situation noch in Unkenntnis gehalten werden?


Gerhard Gänsler
1. Vorsitzender
Verein Pro Kulturlandschaft Rheingau e.V.

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