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Der Schaden im Wald

Der Eltviller Stadtwald dient in hohem Maße der Erholungsfunktion. Der Parkplatz "Förster-Bitter-Eiche", Rheinhöhenweg, Mapper Straße sowie Kemeler Weg /Grüne Bank sind Bereiche, in denen sich die Spaziergänger in großen Maße tummeln: Egal bei welchem Wetter ist der Taunuskamm durch Erholungssuchende stark frequentiert. Gerade in schneereichen Wintern erholen sich dort viele Menschen, weil schneebedeckte Fichten-Mischbestände als landschaftlich sehr attraktiv gelten.

Genau in diesen Bereichen sind die Windräder geplant !

Der Bau von WKA würde zu einer massiven Verbreiterung von Waldwegen und auch zum Bau ganz neuer Waldwege führen, die forstlich nicht benötigt werden. Damit werden durch all diese Baumaßnahmen einschließlich der notwendigen Rodungen für die Windräder selbst bestehende Waldbestände in ihrer Substanz und Stabilität gefährdet.

Die Waldbestände auf dem Taunuskamm stellen die wirtschaftlich wertvollsten Bestände des Eltviller Stadtwaldes dar und sind damit gewissermaßen auch die Sparkasse. Sie erneuern sich zu strukturreichen Beständen unter Ausnutzung der natürlichen Dynamik aus sich selbst heraus (Naturverjüngung) und werden kahschlagsfrei bewirtschaftet.

Sie sind derjenige Waldbereich im Eltviller Stadtwald, der die größte CO2-Speicherkapazität besitzt. Diese Bestände verzinsen sich mit rund 2% pro Jahr - mehr als eine Bundesanleihe bietet, dazu nachhaltig und ohne Subventionen. Käme es durch Orkane zu einem Totalausfall dieser dann durch die für Windräder geschlagenen Kalhstellen von jeweils 5.000 m² pro Windrad destabilisierten Waldbereiche, könnten sich ganz schnell Vermögensverluste ergeben, die etliche Hunderttausende Euro erreichen - und die nachhaltige Ertragsfunktion wäre für Jahrzehnte unterbrochen.

Die Waldbewirtschaftung ist der einzige Wirtschaftsbetrieb der Stadt Eltville, der Gewinne schreibt und im Durchschnitt der letzten 10 Jahre Reinerträge von 193.500 Euro pro Jahrabgeliefert hat. Darauf kann die Stadt Eltville eigentlich stolz sein und sollte diese Einnahmemöglichkeit nicht gefährden.

Bis der neue Wald alle positiven Wirkungen auf Boden, Wasser, Tierwelt und Erholungssuchende wie vorher entfalten kann, vergehen 80 - 100 Jahre.
 

Und ist es nicht geradezu grotesk:  Hassia Sprudel wirbt 2014 damit, dass pro Kiste Wasser ein Baum für Deutschland und die Welt gespendet wird.      http://www.1kasten1baum.de/

Und bei uns soll der Wald für Windräder abgeholzt werden ?