ProKuLa: Kluge Rheingauer Gemeinden an der Energie-Front

Kiedrich und Oestrich-Winkel planen Eigenversorgung mit Solarenergie


Pro Kulturlandschaft Rheingau begrüßt ausdrücklich die bekannt gewordenen Initiativen von Kiedrich und Oestrich-Winkel, einen wirksamen Beitrag zum Schließen der Energielücke durch Solar-Projekte kurzfristig und landschaftsschonend zu leisten.


Wenn im Großen die Regierung Maßnahmen wie Aktivierung von Kohlekraftwerken und sogar der drei auslaufenden AKWs in Betracht zieht, ist es verdienstvoll, wenn Kommunen Alternativen für den örtlichen Bereich untersuchen, die schnell zu realisieren sind und die Kulturlandschaft schonen. Optimal wäre es z.B.,

wenn das Projekt auf dem Hahnwald in Kiedrich den Elektrizitätsbedarf der Gemeinde voll decken kann, wie berichtet wird.


Auch Oestrich-Winkel soll nach einem CDU-Antrag in einem Gesamtkonzept geeignete Flächen für Solarfelder in der Gemarkung suchen, darüber hinaus aber auch alle Möglichkeiten der Anbringung auf Dächern, Schallschutzwänden usw. eruieren.

Viele Beispiele in Bayern und anderswo zeigen, dass solche Stromquellen sich oft harmonisch in die Landschaft einpassen. Jedenfalls stellen sie bei geschickter Platzierung einen deutlich geringeren Eingriff dar, als dies bei Windrädern zwangsläufig ist, insbesondere hinsichtlich der Sichtbarkeit über viele Kilometer

hinweg.


Die Sorge, dass dabei landwirtschaftliche Produktionsfläche verloren geht, ist durch senkrechte Aufstellung der Paneele mit nutzbaren Zwischenräumen zu mindern. Hier sollten die Genehmigungsbehörden über ihren Schatten springen.

Das Energie-Debakel infolge des brutalen Vernichtungs-Feldzugs von Putin in der Ukraine fordert schnelle, vertretbare und ertragreiche alternative Maßnahmen, die einen Beitrag zur Stromversorgung liefern und die Bemühungen um Erdgas-Einfuhr, Wasserstoff-Technik, zeitweilige Reaktivierung der Fossil-Kraftwerke und

AKWs, Fracking, eigene Gasförderung u.a. unterstützen.


Bravo, Kiedrich und Oestrich-Winkel!